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Die Weisheit der Ahnen erleuchtet den Geist, der Geist erleuchtet die Weisheit der Ahnen ~ “Wie ist Ihre Meinung?“

2020-03-15

"Lesen Sie das Buch dieses Mannes. Ein früherer Absolvent Ihrer Universität"

Als ich Mitarbeiter einer Bank war, gab es eine Person, die mir von der Präsidentin eines Unternehmens empfohlen wurde. Diese Person war Masahiro Yasuoka, dessen Studien sich auf orientalische Klassiker konzentrieren welche meinen Geist, der an das westliche Lernen gewohnt war und über das Lernen besorgt zu sein schien, durchdrang, wie ein Regen nach trockenem Wetter, und so zu einer schicksalhaften Begegnung in meinem Leben wurde.

Eine der Geschichten, die Yasuoka oft erwähnt, ist "Weisheit erleuchtet den Geist, der Geist erleuchtet die Weisheit". Es ist ein suggestiver Inhalt für alle die etwas lernen, deshalb zitiere ich ihn hier ein wenig.

Es gibt zwei Arten ein Buch zu lesen, die eine ist mit dem gleichen Wortlaut den Inhalt aufzunehmen. Das ist aber nicht lesen sondern belesen zu werden. Das Buch ist der Mittelpunkt und man selbst ist passiv. Das was man aus dem Buch bekommt, nimmt man nur auf, absorbiert es. Das Buch ist der Geber und man selbst ist der Empfänger. Das nennt man passiv, oder eleganter und klassischer ausgedrückt „Weisheit erleuchtet den Geist“. Das allein aber ist nur passiv und entbehrt in jedem Sinne der eigenen Kraft. Man kommt zu dieser Frage, denkt selbst darüber nach, und versucht, das bisher Gelesene noch einmal zu lesen. Jetzt liest man das Buch. Kokanzenji sagte: „Die Weisheit der Ahnen erleuchtet den Geist, der Geist erleuchtet die Weisheit der Ahnen“ und es ist in der Tat eine tiefgründige Aussage die einen zum Nachdenken bringt. Selbst zum Mittelpunkt werden und der eigene Geist erhellt das Buch.

Masahiro Yasuoka, "Orientalisches Denken als aktive Studien" S.24
Kokan Shiren Zenji From Wikimedia Commons, the free media repository

Die Mitschrift und das auswendig lernen dessen, was Lehrer und Vorgesetzte sagen, ist nur eine unnütze Kopie. Stattdessen müssen wir selbst darüber nachdenken, es selbst lesen und unsere eigene Meinung ausarbeiten. In diesem Sinne ist der Lehrer nur ein Katalysator, und das was er tun kann ist die richtigen Samen im Geist des Schülers zu pflanzen sowie ein guter Schleifstein zu sein um zu polieren und die Funken sprühen zu lassen. Kurz gesagt, er hat im wesentlichen nur eine unterstützende Funktion.

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Natürlich darf man nicht etwas lesen und es mit dem zwanghaften Gedanken aufnehmen dass es mit der eigenen Meinung in Einklang stehen muss. Die Voraussetzung ist, dass die Prämisse von "Der Geist erleuchtet die Weisheit" "Weisheit erleuchtet den Geist" beinhalten muss. Aber man muss sich dessen bewusst sein, und muss dann seinen Geist im Lichte dieser Idee neu interpretieren und ihn im wahrsten Sinne zu seinem eigenen Fleisch machen.

Nach dem Krieg hat Jiro Shirasu, der vor dem Krieg im Ausland an der Cambridge Universität studierte und dort eindrucksvolle Erfahrungen machte, sich mit der Aussage dass „wir den Krieg verloren haben, aber nicht zu Sklaven geworden sind" gegen das Generalhauptquartier gestellt und wurde so als "der einzige ungehorsame Japaner" bezeichnet.

Cambridge ist bekannt für seine talentierte Fakultät und in einer gesegneten Umgebung nahm er gierig verschiedene Kenntnisse auf.

Um diese Zeit herum hat er, als er in der Klasse des ausgezeichneten Physikers JJ Thomson (berühmt für die Entdeckung der Elektronen) eine Prüfung schrieb, eine erstaunliche Erfahrung gemacht.

Er lies alles, was er in der Klasse gelernt hatte, gründlich Revue passieren und war zuversichtlich in Bezug auf das Ergebnis der Prüfung.

Als er jedoch das Ergebnis zurück bekam war er enttäuscht.

Es war schlechter als erwartet.

Er sah mir die Arbeit mit einem unzufriedenen Gesicht genau an und war überrascht.

Dort stand,

<Ihre Antwort beinhaltet keine eigene Ansichten>

Er hatte ein Gefühl, als wenn Strom vom Kopf bis zu den Zehen floss.

(Dies ist die Antwort auf das, was ich mich seit der Mittelstufe gefragt habe!)

Eine berauschende Freude überfiel ihn.

Das schlechte Prüfungsergebnis war vergessen, er wollte nur noch Hände schütteln, egal mit wem.

(Okay, los geht's!)

In der nächsten Prüfung schrieb er seine eigene Meinung und erhielt eine hohe Punktzahl.

Es war ein Moment, in dem er das Glück des Studiums in Großbritannien in vollen Zügen genießen konnte.

Kita Yasutoshi, „Jiro Shirasu: Der Mann der die Besatzung schultert“, S.26
Jj-thomson From Wikimedia Commons, the free media repository

Bei Japanern, die in Europa oder den Vereinigten Staaten studieren, sind ähnliche Erfahrungen nicht unüblich. Menschen, die solch unmittelbare Erfahrungen machen, erkennen die Bedeutung ihrer Meinungen und vertiefen sie.

In Ostasien gibt es eine spezielle Lernkultur in der immer viel auswendig gelernt wird, was tendenziell auch gut so ist. Ich möchte jedoch noch einen Schritt weiter gehen, weiter gehen mit dem Gefühl: „Die Weisheit der Ahnen erleuchtet den Geist, der Geist erleuchtet die Weisheit der Ahnen“.

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