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Wir, auch die Faulsten, schreien weiter bis unsere Kehlen bluten." ~ Hart arbeiten

2020-03-29

Das japanische Unternehmenstraining ist ein ganz besonderer Bereich, und meine Erfahrung zeigt, dass die Motivation der Teilnehmer äußerst gering ist. Tatsächlich denkt ein beträchtlicher Prozentsatz der Menschen, dass sie fast "frei" sind, und die erste Aufgabe besteht darin, diese negative Situation erst einmal zu bereinigen. Ein gutes Training kann zwar eine positive Überraschung sein, aber Menschen zu trainieren, die nicht von Anfang an motiviert sind, ist einfach ineffizient. Im Grunde ist es in Europa, den Vereinigten Staaten oder China, wo man sich seine Karriere selbst erarbeitet, recht unwahrscheinlich, dass man sich in einem Ausbildungszentrum trifft, ohne zu wissen, was man denn überhaupt lernen soll. Es mag also ein für Japan, wo lebenslange Beschäftigung und beruflicher Aufstieg bis zu einem gewissen Grad auch ohne eigenständiges lernen gesichert sind, einzigartiges Phänomen sein.

Übrigens, wenn die Einstellung des Teilnehmers während unseres Trainings zu wünschen übrig lässt wird dieser von der Teilnahme ausgeschlossen (kurz gesagt, er wird rausgeworfen). Viele Menschen merken erst, was sie verlieren, wenn sie rausgeworfen werden, aber das ist eine gute Lektion. Unmotivierte Menschen müssen nicht kommen. Sie sind nur ein Störfaktor für ernsthafte Menschen.

In Miyazawa Kenjis berühmtem Roman "Goshu der Cellist" findet sich folgende Passage.

„Warum hast du aufgehört? Wir, auch die Faulsten, schreien weiter bis unsere Kehlen bluten.“

Diese Kurzgeschichte beginnt mit der Szene einer Orchesterprobe während der Vorbereitung für ein Stadtkonzert. Goshu ist nicht sehr gut und wird immer vom Dirigenten gescholten. Er geht nach Hause und übt energisch das Cello während er von verschiedenen Tieren aufgesucht wird. Die obige Zeile stammt von einem Kuckuck, welcher Goshu am zweiten Tag aufsuchte es ihm erzählte.

Der Kuckuck möchte Goshu vermitteln dass sie die Tonleiter wirklich richtig singen wollen, bevor Sie ins Ausland fliegen. Ein Kuckuck schreit hart und übt, während Goshu nur widerwillig immer wieder wiederholt.

Der Kuckuck hat sich so gefreut dass er während dem Üben anfing Kuckuck Kuckuck zu schreien. So kraftvoll und mit vollem Einsatz dass sich sein Körper beugte.
Schließlich aber taten Goshu die Hände weh so dass er "Lasst uns aufhören“ sagte und stoppte. Daraufhin machte der Kuckuck ein trauriges Gesicht und wimmerte eine Zeit lang „Kuckuck Kuckuck“ bis er ebenfalls stoppte  „kucku...“.

Goshu hat sich sehr geärgert und sagte „He Vogel, wenn du fertig bist geh nach Hause“

„Bitte spiel nochmal. Dein Spiel sieht gut aus, aber etwas ist anders“

„Was denn? Ich lerne nicht von dir. Geh nach Hause!“

„Bitte! Nur noch einmal, Bitte.“

Der Kuckuck beugte den Kopf mehrmals.

„Das ist aber das letzte Mal“

Goshu zückte den Bogen.

Der Kuckuck holte tief Luft, verbeugte sich und sagte „Dann bitte so lange wie möglich“

„Wenn es denn sein muss“

Goshu begann mit einem hämischen Lachen zu spielen. Der Kuckuck wurde wieder ernst und fing an mit voller Kraft „Kuckuck Kuckuck“ zu schreien sodass sich sein Körper beugte.

Während er übte hatte Goshu das Gefühl dass der Kuckuck eine bessere Tonlage hatte.

"Ich schätze, ich würde zu einem Vogel werden, wenn ich so lächerliche Dinge täte," und Goshu gab plötzlich das Cello auf.

Danach ging der Kuckuck mit Groll zu Goshu, dem ersten zitierten Teil.

„Warum hast du aufgehört? Wir, auch die Faulsten, schreien weiter bis unsere Kehlen bluten."

Wie motiviert und ernsthaft man ist, ist keine Frage der Technik sondern der Einstellung. Manche Leute beschweren sich über all die Gründe, warum sie etwas nicht können, aber wann ist es gut? Und werden die wichtigen Dinge im Management oder auch im Leben warten bis man bereit dafür ist? Das Problem ist der "Jetzt"-Ansatz.

Das Cellospiel von Goshu machte durch den Umgang mit den Tieren Fortschritte, das Konzert wurde ein großer Erfolg und Goshu spielte bis zur Zugabe. Der Dirigent warf Goshu folgende Zeile zu:

"In einer Woche bzw. zehn Tagen hat sich viel getan. Im Vergleich zu vor zehn Tagen ist es ein Unterschied wie zwischen einem Baby und einem Soldaten. Du konntest es jederzeit tun, wenn du nur wolltest."

Man kann es nicht immer tun, wenn man es will. Das "Wann tun" kommt immer plötzlich. Der Dirigent Seiji Ozawa wurde ein weltbekannter Dirigent da er als schneller Ersatz beim Lavinia Musikfestival dirigierte und dort seinen großen Erfolg erzielte. Die Chance ist augenblicklich und wird für immer verloren sein, wenn sie zu diesem Zeitpunkt nicht ergriffen wird. Die Chance besteht darin, dass es nur an der Stirnseite Haare gibt, und wenn sie einmal entglitten sind, kann man sie nicht mehr greifen.

Die Dinge ernst nehmen. Es geht aber auch darum, sich selbst ernst zu nehmen. Ich fühle dass ich genauso wie der Kuckuck schreien möchte bis meine Kehle blutet.

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